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  • AutorenbildManfred Lang

005 | Mozzerei ist ein ziemlich dummer Zustand.

Das Künstlerhaus – schon in den 60er Jahren für abbruchreif erklärt - wird grad saniert. Privat. Vom Haselsteiner. Denn seitens Stadt und Land ist seit damals nix passiert. Es wurde weder saniert noch abgerissen. Ein Wiener Kulturschicksal eben. Geliebt und ungepflegt.

Jetzt die Privatinitiative. Vom Haselsteiner. Und schon rumorts mächtig und öffentlich. Das Glasdach ist weg. Wurde zwar irgendwann nachträglich eingebaut, aber jetzt lautstark als bösartige Verstümmelung  eines architektonischen Gesamtkunstwerks bejammert. Original oder nicht, wurscht – der Glasdachverlust wird zum hochstilisierten Skandal.

 

Nehrer und Gartner, zwei ehemalige Durchwurschtlpräsidenten, die betreffend Restaurierung nichts weiter gebracht haben, protestieren jetzt laut gegen die Missachtung der „historischen Substanz“ – die nachträglich eingebaute wohlgemerkt.

Ich weiß natürlich nicht, warum die gläserne Nachträglichkeit entfernt wurde. Vielleicht aus saniertechnischer Sicht, vielleicht aus finanziellen Gründen. Sicher nicht aus reiner Tollerei.

Gscheid wär, wenn sich die 500 aktiven Künstlerhausmitglieder statt ihres Gemozzes darüber freuen würden, dass ihnen ihre räumliche Heimat nicht demnächst unrestauriert unter ihrem Arsch zusammenbricht.

 

 

mml

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