028 | Rainer Nowaks „Schöner Land“
- Karin Arnfelser
- 29. Okt. 2019
- 1 Min. Lesezeit
26. Oktober. Staatsfeiertag. Anlässlich dessen wird die Presse am Sonntag
vom Chefredakteur zum Gutenachrichtenblatt umgestaltet.
Er glaubt, er kann das nur einmal pro Jahr machen.
Man würde ihm sonst gleich „Schönfärberei“ vorwerfen.
Also wird nur einmal jährlich guter, positiver Wille gezeigt.
Andererseits – wären positive Berichte immer gleich schöngefärbt?
Wäre da kritischer Journalismus wirklich sofort in Gefahr?
Könnte man zB nicht wöchentlich eine halbe Seite für positive Berichte opfern?
Natürlich ohne diese mit „die gute Nachricht“ zu kennzeichnen,
sonst verkrätzt selbst die Presse ihre umsatznotwendigen Negativgeilisten.
Ich meine einmal pro Woche nur eine halbe Seite. Zu viel verlangt?
Das müsste doch drinnen sein, oder?
Und „gute Nachrichten“ gäbs dafür sicher genug – wetten?
mml

This piece really highlights the tension between positive journalism and the risk of "Schönfärberei." I found it interesting that the editor feels the need to limit uplifting content to just once a year, suggesting a fear of being accused of bias. It makes you wonder if a weekly spotlight
on good news could coexist with critical reporting without compromising journalistic integrity. After all, there's plenty of good that happens every week that deserves recognition!