Curt Stenvert

1920 in Wien als Kurt Steinwender geboren
1942 - 1949 Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Prof. Sterrer, Prov. A.P. Gütersloh und Prof. F. Wotruba
ab 1945 dem Surrealismus angenäherte Zeichnungen. Mit diesen gibt Stenvert den Anstoß zur Gründung jener Gruppe von Malern, die später "Wiener Schule des Phantastischen Realismus" genannt werden
1946 Gründungsmitglied des Internationalen Art-Club, Sektion Österreich
1946 - 1947 trennt sich Stenvert von der Gruppe der "Phantasten"; erstes großes Tafelbild mit Bewegungsphasen entsteht
1947 nach umfangreichen Vorarbeiten entsteht das erste überlebensgroße Objekt aus Aluminium und Plexiglas
1948 intensive Beschäftigung mit den Bewegungsproblemen und seiner Darstellung führt Stenvert zur Fotografie von Bewegungsabläufen und schließlich zum Film
ab 1948 Beschäftigung mit der Dramaturgie des Films
1949 Studium der Theaterwissenschaft an der Universität Wien bei Prof. J. Gregor und Filmwissenschaft bei Prof. V. Börge
1951 Idee, Buch, Regie und Produktionsleitung des ersten österreichischen Experimentalfilmes "Der Rabe", nach dem gleichnamigen Gedicht von E. A. Poe
1951 Diplom für den "Raben" bei den II. Internationalen Filmfestspielen in Venedig und bei den Filmfestspielen in Edinburgh
1951 - 1952 Stenverts Avantgardespielfilm "Wienerinnen im Schatten der Großstadt" entsteht
1952 - 1953 sein Kollektivspielfilm "Flucht ins Schilf" wird gedreht
1953 Stipendium des Institut Francais, Wien, für einen Studienaufenthalt in Paris, hier erfindet ein Graf Schönborn an einem Caféhaustisch den Künstlernamen Curt Stenvert
1951 - 1956 zahlreiche Dokumentarfilme sowie Experimentalfilme wie "Gigant und Mädchen" (Film-Biennale Venedig 1955), "Situation 1964 - Ein Film über Franz Schubert" (ein "optisches Gedicht" zu Schuberts "Unvollendeten") und Kunstfilme wie "Alfred Kubin - Abenteuer einer Zeichenfeder" und "Die Impressionisten" entstehen
1957 Heirat mit der Burgschauspielerin Comtesse Antonia Mittrowsky; Protokollierung der Kurt-Steinwender-Filmproduktion GmbH;
1959 Österreichischer Staatspreis für den Film "Die Kugel und der Mensch".
1962 Silberner Bär der XII. Internationalen Filmfestspiele Berlin für den Farb-Cinemascope-Film „Venedig“ und besondere Belobigung anlässlich der Verleihung des Österreichischen Staatspreises
ab 1962 Beginn mit der Objektkunst; das Filmrequisit wird zum autonomen künstlerischen Ausdrucksmittel, insbesondere wird die Objektgruppe „Menschliche Situation“ zur „szenischen Inszenierung“; Objektkunst bedeutet nun für Stenvert Auseinandersetzung mit Problemen der Gegenwart und der Zukunft.
1965 Mitglied der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs; Mitglied des „Verbandes österreichischer Industrieller“, Konzeption und Ausführung des „Manifestes 1 der Funktionellen Kunst des 21. Jahrhunderts“; das „Manifest“ ist heute im Besitz der Österreichischen Galerie, Wien
1965 Msgr. Otto Mauer hält im Atelier Stenverts eine Eröffnungsrede
1965 in Düsseldorf und Berlin werden erstmals Stenverts Objekte gezeigt; Dr. Wieland Schmied hält die Eröffnungsreden
1966 Nominierung zur XXXIII. Internationalen Kunstbiennale, Venedig
ab 1967 internationale Anerkennung; zahlreiche Ausstellungen in Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich, Schweden, Holland; Einzelausstellung zur Zeit der „Wiener Festwochen“ in der Österreichischen Galerie im Oberen Belvedere
1967 Auftrag der VÖEST-Alpine zur Gestaltung eines Environments und einer Funktionellen Signal- und Informationsplastik für die EXPO 67 in Montreal, Kanada
1967 – 1970 erste windbewegte Stahlplastik
1969 offizielle Umwandlung des Künstlernamens Curt Stenvert in den „offiziellen“ Familiennamen
1970 Dozentur für Objektkunst an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste, Kassel
1970 – 1971 Dozentur für Objektkunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe
1971 Als Resultat und Zusammenfassung aller bisheriger theoretischer Arbeiten entsteht das „Manifest 2“ der bio-kybernetischen Malerei der Funktionellen Kunst des 21. Jahrhunderts; dieses Manifest schlägt die Brücke zwischen den bildkünstlerischen Arbeiten von 1945 – 1947 und denen ab 1971
ab 1972 betontes Hinwenden zur Schönheit in der bio-kybernetischen Malerei
1974 erster Preis beim 14. Grafikwettbewerb, Innsbruck
1976 erste One-Man-Show auf der Art 7` 76, Basel
1977 Umzug in die Bundesrepublik Deutschland; Einzelausstellung auf der Art Fair in Washington; Mitglied der „Neuen Darmstädter Sezession“
1979 Verleihung des Berufstitels Professor durch den österreichischen Bundespräsidenten für Verdienste als bildender Künstler und Filmkünstler
1979 – 1980 Einzelausstellung im Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg
ab 1982 Entwicklung der „Prozess-Perspektive“, welche die „Raum-Perspektive“ im Tafelbild ablösen soll
Studienreisen nach Ägypten, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Marokko, Niederlande, Schweden, Schweiz, Spanien, USA
1992 starb Curt Stenvert im Alter von 71 Jahren